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Sebastian Hänel über: Kapitaler Zander

Sebastian Hänel über: Kapitaler Zander

Kapitaler Zander! Die folgende Fangmeldung, die mich über einen Teilnehmer meines kostenlosen Videocoachings erreichte, hat mich dazu veranlasst, sie zu veröffentlichen und zusätzlich noch ein paar Gedanken dazu zu verfassen. Denn dieser Ausnahmezander stammt aus einem alten Baggersee, wovon es unzählige in Deutschland gibt.

 

Was heißt kapitaler Zander?

 

 

Große Zander sind immer etwas Besonderes. Sie sind nicht nur seltener und erreichen nicht in jedem Gewässer stolze Größen, sondern sind oftmals auch schlechter und nur mit viel Ausdauer zu überlisten.

Kapital beginnt beim Zander schon mit 80 Zentimeter. Ab dieser Größe wird die Luft schnell dünn. Fische, die an der magischen Metermarke kratzen oder sie sogar überschreiten, kann man getrost als wahre Ausnahmefische bezeichnen. Wenn man einen solchen Ur-Zander mit der Angel überlistet, hat man wohl den Fisch seines Lebens gefangen.

Kürzlich erreichte mich die Fangmeldung eines wahren Giganten. Mit 107 cm Länge ein absoluter Megazander und Fabelfisch!

 

kapitaler Zander gefangen von Christian

Ein kapitaler Zander gefangen von Christian in einem Baggersee bei Mönchengladbach.

 

 Über den glücklichen Fänger

 

Gefangen hat den Brecher Christian Küffen aus Mönchengladbach. Im Juni 2014 wurde sein toter Köderfisch, beim nächtlichen Ansitz, langsam von der Kant weggeschleppt.

 

kapitaler Zander gefangen von Christian in einem Baggersee

Christian mit seinem 107cm – Zander

Ort des Geschehens war sein Vereinsgewässer, der Myllendonker See in Mönchengladbach. Zeugen sind: Andreas Körl und Heribert Fastabend aus Mönchengladbach. Christian, das Team Zanderkant gratuliert ganz herzlich – mit einem dicken Petri Heil – zu dem Zander deines Lebens!

 

Der Übersee?

 

Gilt dieser alte Baggersee nun als gutes Zandergewässer, weil dieser Ausnahmefisch dort gefangen wurde? Aus meiner Erfahrung heraus gehören diese Gewässer nicht zu jenen, in denen sich eine starke Population ausbilden kann. Meist sind sie recht klar, nährstoffarm und beginnen von den Rändern her zu verkrauten. Das war aber nicht immer so. An vielen alten Baggerseen wurde vor 20 Jahren noch aktiv Kies gefördert. Dadurch war das Wasser immer eingetrübt und mit Nährstoffen angereichert. Zander, die vom Verein besetzt wurden, vermehrten sich unter diesen Traumbedingungen von Jahr zu Jahr stärker und stärker. Der Bestand in aktiven Kieswerken und Baggerseen trägt sich aufgrund perfekter Brutbedingungen von selbst und macht Besatz unnötig. Die Alterspyramide stimmt und die Angler freuen sich über regelmäßige Fänge.

 

Einzelne, verborgene Riesen

 

Bis, ja, bis die Förderaktivität eines Tages eingestellt wird und der See somit seine Lebensbedingungen verändert. Aus dem durch Baggern und Einschwämmen trüben, nährstoffreichen Wasser, wird binnen kurzer Zeit klares, nährstoffarmes. Die Folge ist, dass die alten Zander zur kommenden Laichzeit keinen oder kaum noch Bruterfolg haben. Die Population bricht ein. Die letzten Generationen bevölkern aber noch das Gewässer. Sie werden größer und wachsen über die Jahre zu Altzandern heran, bis sie nach und nach durch Wegfangen oder Altersschwäche verschwinden.

Diese Überbleibsel aus längst vergangen, besseren Zanderbedingungen sind rar und im nun klaren Wasser viel schwieriger zu fangen. Besonders am Tage, wenn viel Licht auf den Gewässerboden trifft, reagieren sie so gut wie nicht auf angebotene Köder.

ein kapitales Zandergewässer

 

Gewusst wie!

 

Nachts, wenn sie aktiv auf Nahrungssuche gehen, besteht die einzige Chance einen, der mit den Jahren immer selten gewordenen Großfische, überlisten zu können. Da diese Exemplare im sichtigen Wasser selbst bei Nacht vorsichtig agieren, ist es schwer mit dem Kunstköder zum Erfolg zu gelangen. Die beste Methode ist dann der stationär am Grund einer Kante oder zu einer Sandbank abgelegte Köderfisch.

Christian Küffen hat es also genau richtig gemacht und eine ganze Nacht sein Rotauge präsentiert. Sitzfleisch gehört ganz bestimmt ebenso dazu, wie auch das passende Quäntchen Glück einen alten, verborgenen Riesen abzupassen. Aber in alten, stillgelegten Baggerseen treibt mit Sicherheit noch manch ein kapitaler Zander sein stilles, unbemerktes Unwesen. Jeder Zanderkantler, der einen solchen See kennt, ist gut beraten, wenn er es auf die selbe Weise versucht und ausdauernd am Ball bleibt.

 

Herzlichst – Sebastian Hänel

 

P.S.: Mein erlangtes Wissen gebe ich aktuell in einem kostenlosen Videocoaching weiter, um auch dir ein besseres Verständnis für die wesentlichen Dinge beim Zanderangeln zu vermitteln.

 

Trage dich ein und erhalte von mir regelmäßig diese Videolektionen per E- Mail.

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6 Responses

  1. Hallo Sebastian. Ist denn dropshot angeln besser als Köderfisch auf Grund zu legen.

  2. Robert sagt:

    Ich freu mich drauf 🙂

  3. Michael sagt:

    Zweiter Versuch

  4. Ralle sagt:

    Traumfabrik, Gratulation

  5. Frank sagt:

    Mit dem Esox klappt es ja schon ganz gut, jetzt sind die Stachelritter an der Reihe. Bin schon gespannt
    🙂

  6. […] was den Fang von Kapitalen Zander betrifft. Ein großer Einzelfisch ist überall möglich, doch die Angler, die kontinuierlich die […]

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